10. Gemeinsame Nutzung von Internet, Druckern und anderen Geräten

10.1 Wie kann ich Drucker über Ethernet Netzwerke benutzen?

LocalTalk Drucker lassen sich nicht so ohne weiteres über ein Ethernet Netzwerk ansprechen. Von Apple gibt es für die LaserWriter-Modelle das Kontrollfeld Apple LaserWriter Bridge, herunterzuladen von <http://asu.info.apple.com/swupdates.nsf/artnum/n11358?OpenDocument>. Nur Version 2.1 ist Open-Transport-kompatibel. Nun wurde auch die LocalTalk Bridge freigegeben, die Ethernet und LocalTalk Netzwerke zusammenschalten kann - kostenloser Download bei Apple.
Epson Drucker können Epsonshare <http://www.ses.fr/epsonshare> verwenden (etwa 37 Euro für 3 clients).
Für andere Drucker wird eine Hardware bridge benötigt, zum Beispiel den Farallon EtherMac (Multi)Printer Adapter <http://www.farallon.com>. USB-Drucker benötigen eine Brückensoftware von Apple, dort kostenlos herunterzuladen.Weitere Informationen zu diesem Thema unter <http://wwwnet.princeton.edu/mac/>.

10.2 Drucker- und Internetzugriff für Clients

Routingsoftware

Mittels Routingsoftware für den Server wird Internetzugriff für die Clients ermöglicht. Zwei unterschiedliche Stufen der Routingsoftware werden unterschieden: IP-NAT übersetzt nur zwischen internen und externen IP Adressen, IP Masquerading (RFC-1631 NAT) kann alles auf nur eine externe IP Adresse abbilden. Das gesamte LAN erscheint dann nach aussen hin mit einer einzigen IP Adresse. Das ist wichtig, wenn dem LAN kein IP-Adressbereich zur Verfügung steht, sondern nur eine einzelne, eventuell dynamisch zugewiesene Adresse eines Internetproviders.

Routinghardware

Ein Internet-Router, der den Internetzugriff für alle Rechner eines lokalen Netzwerks möglich macht ist zum Beispiel das Elsa LANCOM 1000 Office <http://www.elsa.de>, plattformunabhängig konfigurierbar mit einem Telnet-Client. Weitere Geräte: AllNet i1t2 GetConnected (Software für MacOS inclusive) oder das Zyxel Prestige oder -etwas luxuriöser und trotzdem nicht teurer- das Netgear RH348 von Bay Networks <http://netgear.baynetworks.com/products/ds_rh348/index.shtml>. Normalerweise ist das eine gute und einfache Lösung, kleinere bis mittlere gemischte Rechnernetze ins Internet zu bringen, aber auch nicht ganz billig. Der Router braucht eine Software, die Masquerading (oder NAT = Network Adress Translation) übernimmt - ist heute Standard bei ISDN-Routern. Router kommen zusammen mit schnelleren Internetverbindungen in Mode, ständig werden neue Geräte mit immer mehr Features (z.B. eingebaute Firewall, DHCP-Server etc.) vorgestellt. Weitere Hersteller:

Addonics mit dem WebShuttle <http://www.addonics.com/product/webshut.htm> - hat im Prinzip alles, was man braucht.

Bei einer Festverbindung kann man den DNS-Server des Providers verwenden. Bei einer Wählverbindung wäre ein eigener DNS-Server ratsam.

MacOS als Server

Ab MacOS 9 liefert Apple Routingsoftware mit, um über AirPort vernetzte Rechnern Internetzugriff zu ermöglichen. Vollwertige Routingsoftware: IPNetRouter <http://www.sustworks.com> (preiswert, unbegrenzte Zahl von Clients, Testversion läuft 3 Wochen) oder Vicomsoft Surf Doubler Plus <http://www.vicomsoft.com/surfdoublerplus/surfplus.info.html> für gleichzeitigen Zugriff zweier Rechner in einem Netz sowie Firewallfunktionen. Das geht auch mit dem IPNetRouter: <http://www.sustworks.com/site/ipr_guide/firewall.html> Internet Gateway <http://www.vicomsoft.com/vig/information/vig.info.html> hat kann noch einiges mehr (Dynamic Local DNS Server, Web Caching Server, Remote Access Server, Firewall), 249$ für fünf Lizenzen, Mac und Windowsversion; es gibt eine Demoversion (sieben Tage lauffähig). Die ganz grosse Lösung ist Soft Router Plus <http://www.vicomsoft.com/softrouter/information/sfr.info.html>. Hat man einen älteren Power-Macintosh (sehr gut geeignet sind Powerbooks mit defektem Display), besorgt dafür eine Ethernet PC Karte, so kann mit Routingsoftware ein vollwertiger "Hardware"router im Dauerbetrieb den Internetzugang für lokale Netze bereitstellen.

Beim "SAGEM Planet Geoport ISDN"-Adapter liegt SAGEM-PPP bei, das ebenfalls eine Routingfunktion beinhaltet. Seit kurzem gibt es Webgate <http://www.nnet.ne.jp/~shiba>, einfach zu konfigurieren und preiswerte Shareware.

Zugriff auf Scanner und Modems

Um Scanner und serielle Geräte, beispielsweise ein Modem innerhalb eines lokalen Netzwerks anzusprechen, bietet Stalker Software die Kontrollfelder Portshare und SCSIShare. Demoversionen und Informationen von <http://www.stalker.com>.

Windows-Server

Sygate <http://www.sygate.com> bietet ein vollwertiges Internet-Gateway für alle Clients und macht damit auch die gemeinsame Nutzung von Analogmodems, ISDN-Modems, Kabelmodems und xDSL möglich. Sygate läuft auf Windows XX. Kommerziell, 49$ für drei clients, Demoversion verfügbar. Ein kostenloses Programm gibt es von <http://www.geocities.com/SiliconValley/Heights/2517/sockserv.htm>. Adressblocking und andere Features bietet Wingate <http://wingate.deerfield.com/>.

Routingsoftware für Windows NT gibt es von Microsoft: RRAS, Routing and Remote Access Service <http://www.microsoft.com/ntserver/all/downloads.asp>. RRAS hat Nachteile - es kann keine Network Address Translation (NAT, siehe oben) und braucht die Serverversion von Windows NT. Ohne diese Nachteile arbeitet NAT32 <http://www.nat32.com> (Shareware, 47$); es kommt sogar mit Windows 95/98 zurecht.

Windows NT sollte Postscript-RIPen im Rahmen der "Services for Macintosh" übernehmen können. Der angeschlossene nicht-Postscript Drucker wird dann von einem Macintosh - Client mit dem Laserwriter-Treiber ansprechbar sein.Dazu benötigt man noch die PPD - Datei für den Drucker vom Druckerhersteller.

Linux-Server

Für Linux wird Gatewaysoftware (IP NAT/IP Masquerading) mitgeleifert. Mit Ghostscript (freeware) kann sogar ein Postscript-Drucker emuliert werden. Mac-seitig erscheint der am Linux-Rechner angeschlossene Drucker dann als Postsript-Drucker und wird mit dem LaserWriter-Treiber angesprochen.

Mit UAR <http://munkora.cs.mu.oz.au/appletalk/readmes/UAR.README.html> kann eine Unix-Maschine Appletalk Pakete über TCP/IP routen. Das ist zum Beispiel für Netzwerkspiele nützlich, die kein TCP/IP unterstützen und übers Internet gespielt werden sollen.

Printserver

MacOS und Unix-Rechner können Postscript-Drucker über unterschiedliche Netzwerkmedien mit K-Spool <http://www.xinet.com/> benutzen. Client-Software wird nicht benötigt.

Mit einem alten PC, Ethernetkarte, Novell Netware 3er DEMO-Lizenz <http://www.novell.com/netware5/demo.html> lässt sich ein Netware Server mit Appletalk Printserver einrichten. Platten und Drucker nach Bedarf anschliessen - fertig. Nachteil: man braucht einen zweiten PC im Netz zur Konfiguration des Servers, oder alternativ die Software RCONSOLE [URL] für MacOS.

Ab der LaserWriter Version 8.5.1 kann man über TCP/IP-Netze drucken. Dafür gibt es das mit jedem neueren MacOS mitgelieferte "Druckersymbole Dienstprogramm" oder "Desktop Printer Utility", damit lässt sich ein TCP/IP Drucker einrichten. Der Drucker muss aber Postscript können und man braucht eine Druckerbeschreibungsdatei (PPD) sowie die IP-Netzadresse des gewünschten Druckers. Es wird das lpr-Protokoll benutzt. Es können aber mit der jetzigen Version nur 7bit Daten übertragen werden. Mit dem Programm "lpr" (Freeware) <http://tucows1.echelon.ca/tucows/mac/serverdmac.html> kann man Dateien über einen Printserver ausdrucken, auf dem ein lpd-Daemon läuft.

Hardwarelösungen: Zum Beispiel der HP-Printserver "JetDirect EX-Plus". Vergleichstest: Server unter Druck. Externe Print-Server im Vergleich; Jürgen Schmidt; c't 24/98, Seite 172. Ein paar Seiten weiter in der gleichen Ausgabe geht es um Linux-Druckserver für verschiedene Betriebssysteme, auch MacOS.

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